Inklusion Menschen Erfolgsgeschichten

Erfolgreiches Inklusionsprojekt mit Willisauer Sportvereinen

In Willisau stehen Sportangebote den Bewohnenden und Mitarbeitenden von Brändi offen. Das Inklusionsprojekt des Kantons Luzern, Brändi und der Willisauer Sportvereine soll nun nach erfolgreicher Pilotphase in den Regelbetrieb überführt werden. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. Auch an weiteren Standorten von Brändi soll geprüft werden, wie ein ähnliches Angebot aufgebaut werden kann.

Medienmitteilung des Kantons Luzern vom 14.7.26
 

Es handelt sich um ein Vorzeigeprojekt der Inklusion: In Willisau sind Bewohnende von Brändi in den lokalen Sportvereinen aktiv. Das Sportangebot steht auch allen Mitarbeitenden offen. Im Gegenzug bietet Brändi der Bevölkerung von Willisau eine Teilhabe am Brändi-Sportangebot wie z.B. beim Nordic Walking an. Das Projekt haben Brändi und der Kanton Luzern gemeinsam entwickelt und als Pilot mit den Willisauer Sportvereinen durchgeführt. Es ist nun abgeschlossen und wird in den Regelbetrieb überführt. Insgesamt haben gegen 20 Personen in fünf Sportangeboten das inklusive Sporttraining besucht.

Sport baut Brücken

Der Kanton Luzern und Brändi streben nun an, das Projekt an weiteren Brändi-Standorten umzusetzen. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Sport treiben zu lassen. «Begegnung, Bewegung und der gemeinsame Austausch steht im Vordergrund. Der Sport baut wunderbare Brücken zwischen den Klient:innen von Brändi und den lokalen Sportvereinen», sagt Roman Pechous, Inklusionsbeauftragter des Kantons Luzern. Das Konzept beruht auf zwei Richtungen: Die Brändi-Bewohnenden und Mitarbeitenden sind aktiv in den lokalen Sportvereinen. Gleichzeitig stehen die Brändi-Sportangebote für die Bevölkerung offen. Ziel sei, ein vielfältiges, inklusives Sportangebot zu schaffen, so Pechous. «Gemeinsame sportliche Aktivitäten bauen Berührungsängste ab und fördern die Inklusion im Alltag. Die sozialen Kontakte stärken alle Beteiligte.»

Für Brändi ist das gemeinsame Sporttreiben ein wichtiger Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe. «Inklusion bedeutet für uns, Menschen Wahlmöglichkeiten zu geben und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten einzubringen. Sport schafft Begegnungen und ermöglicht es, Teil einer Gemeinschaft zu sein», sagt Marco Nussbaumer, Verantwortlicher Inklusion bei Brändi.

 

Der Kanton Luzern fördert das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Dadurch sollen die Akzeptanz und das gegenseitige Verständnis wachsen. Die Koordinationsstelle «Inklusion im Sport» der kantonalen Sportförderung ist für die operative Umsetzung von «Inklusion im Sport» im Kanton Luzern verantwortlich und ist Anlaufstelle für Sportvereine und Interessensgruppen.

 

Dass Inklusion über das eigentliche Sportangebot hinauswirkt, ist auch für Brändi zentral. «Wir möchten Menschen ermutigen und befähigen, ihre Möglichkeiten zu nutzen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Wenn Begegnungen selbstverständlich werden, profitieren alle, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung», sagt Marco Nussbaumer.