Prävention Grenzverletzung
Grenzverletzungen können viele Formen annehmen: von Schubsen und Beleidigungen über körperliche Gewalt bis hin zu Vandalismus. In einem grossen Unternehmen wie Brändi mit 15 Standorten, rund 700 Fachpersonen und 1’300 Klient:innen sind klare Strukturen und verbindliche Regeln zentral. Zur Prävention und Aufarbeitung solcher Vorfälle arbeiten wir nach dem «Bündner Standard». Dieses Instrument hilft uns, Grenzverletzungen nach einheitlichen Kriterien zu beurteilen und professionell zu bearbeiten.
Der Bündner Standard
Der «Bündner Standard» basiert auf einem System mit vier Schweregraden. Es definiert klare Verantwortlichkeiten und Prozesse und ermöglicht eine strukturierte Beurteilung jedes Falles. So können wir angemessen reagieren, Betroffene besser schützen und gleichzeitig unsere Teams entlasten. Als grösste Institution für Menschen mit Beeinträchtigung in der Schweiz tragen wir das Label «Wir arbeiten nach dem Bündner Standard» mit Stolz.
Interne Präventions- und Meldestelle
Unsere interne Präventions- und Meldestelle nimmt Meldungen zu möglichen Grenzverletzungen entgegen, führt Schulungen durch, leitet Nachsorge ein und sensibilisiert Fachpersonal und Klient:innen für das Thema. Das Team bringt umfangreiche Berufserfahrung mit, was der professionellen Bearbeitung der Fälle sehr zugutekommt.
Unsere Erfahrungen
Seit der Einführung des Standards sind zahlreiche Meldungen eingegangen. Die Klarheit darüber, wie in bestimmten Situationen zu reagieren ist, hat deutlich zugenommen. Das entlastet und schafft Sicherheit. Heute gibt es klare Abläufe und gemeinsame Kriterien, nach denen im ganzen Unternehmen beurteilt wird. Dadurch werden persönliche Einschätzungen weniger wichtig und die Qualität der Bearbeitung steigt kontinuierlich. Mit jedem gemeldeten Fall wächst die Erfahrung der Meldestelle, die dieses Wissen gezielt weiter einsetzt.