lups und Brändi: Gemeinsam neue Wege in der Arbeitsrehabilitation
V. l. n. r.: Fabienne Frei, Ergotherapeutin, Leitung Tagesklinik psychiatrische Arbeitsrehabilitation der lups, David Winterberg, Unternehmensleiter Produktion Brändi Neubrugg, Christina Häfliger, Leitende Psychologin, Leitung Tagesklinik psychiatrische Arbeitsrehabilitation der lups, Thomas Galope, Gruppenleitung Fertigung Brändi Neubrugg, Anna Nater, Leitende Ärztin und Chefärztin- Stellvertreterin Ambulante Dienste der lups, Barbara Treier, Fachlead Berufliche Integration Brändi Neubrugg.
Wenn eine psychische Erkrankung die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, ist der Weg zurück in den Berufsalltag oft anspruchsvoll. Das neue Angebot der lups unterstützt Menschen dabei, ihre Arbeit zu erhalten oder wieder in den Berufsalltag einzusteigen. Über vier bis sechs Monate werden die Patient:innen therapeutisch begleitet und können ihre Belastbarkeit Schritt für Schritt wieder auf bauen. Zum Programm gehören Einzel- und Gruppentherapien sowie praktische Arbeitseinsätze. Hier kommt Brändi, Produktion Neubrugg in Sursee, ins Spiel: Als Partnerin stellt Brändi Möglichkeiten für arbeitstherapeutische Einsätze zur Verfügung. Die Patient:innen können dabei in einem angepassten Arbeitsumfeld Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten erproben. Unterstützt werden sie durch das Fachwissen von Brändi Arbeitsagog:innen und Job Coaches.
Besonders wertvoll: lups und Brändi an einem Standort
Dank dieser Nähe lassen sich psychiatrisch therapeutische Angebote und praktische Arbeitserfahrungen eng miteinander verbinden. Die Fachpersonen beider Institutionen können sich effizient und unkompliziert austauschen und ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen. Für Brändi eröffnet die Zusammenarbeit zugleich neue Möglichkeiten: Menschen können bereits früher im Rehabilitationsprozess von arbeitsbezogener Unterstützung profitieren – noch bevor allenfalls eine Begleitung durch die Invalidenversicherung (IV) vorgesehen werden könnte.
Die Kooperation baut auf einer langjährigen guten Zusammenarbeit zwischen lups und Brändi auf. Für die Entwicklung des neuen Angebots haben Fachpersonen beider Institutionen bewusst die Perspektive gewechselt und die Arbeitsweise der jeweils anderen Organisation kennengelernt. Dieser Austausch hat gegenseitiges Verständnis geschaffen und neue Ideen ermöglicht.
Entstanden ist eine Zusammenarbeit, die psychiatrische Behandlung und Arbeitsintegration noch enger verbindet – mit dem gemeinsamen Ziel, Menschen auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsalltag praxisnah und individuell zu begleiten.