Zusammen gewachsen

 
 
 

Bei Hawa gleitet alles perfekt. Ihre Schiebelösungen sind auf der ganzen Welt gefragt. Das Zusammensetzen von Montageteilen hat Hawa der Stiftung Brändi anvertraut. Und rasch erkannt: Dieser Partner kann mehr. Viel mehr.

 
 

Ein überstellter Raum, düster und chaotisch. «Bis Hawa kam», sagt Bruno Schmid, Abteilungsleiter im AWB Littau. Das war vor rund zwei Jahren, als die Stiftung Brändi das Unternehmen Hawa als neuen Kunden gewann. «Wir haben den Raum komplett umgestaltet und neue moderne Arbeitsplätze eingerichtet ». Heute sind die Tische höhenverstellbar, die Stühle ergonomisch, es gibt Fussstützen. Im «Shadow-Board» stecken genau jene Werkzeuge, die es für den jeweiligen Arbeitsschritt am Platz braucht. Alles aufgeräumt, übersichtlich, offen, hell. Die Mitarbeitenden haben ihre Ideen und Bedürfnisse eingebracht, bei den Stühlen genauso wie bei den Bildern an der Wand. David Gimbühler schätzt die Flexibilität seines Arbeitsplatzes: «Wenn ich nicht mehr sitzen mag, kann ich den Tisch zu einem Stehpult machen.»

Ordnung schaffen. Dies prägte auch die erste Zeit der Zusammenarbeit. «Gemeinsam mit Hawa haben wir die Abläufe optimiert und an Schwachstellen gearbeitet», erinnert sich Bruno Schmid. Ein Prozess, den Schmid positiv erlebte und die Basis für eine Partnerschaft legte, die laufend wächst. Heute arbeiten in Littau zehn Mitarbeitende der Stiftung Brändi für Hawa. Aktuell montieren, pressen und schrauben sie an 23 verschiedenen Artikeln. «Bei jedem Artikel sind mehrere Arbeitsschritte nötig. Das macht die Arbeit abwechslungsreich und interessant», erklärt Anton Kneubühler und platziert millimetergenau eine Dichtung in einem Türbeschlag. Er arbeitet so konzentriert wie alle anderen im Raum. «Das hat viel mit der Neuorganisation und Umgestaltung zu tun», sagt Schmid. «Die Mitarbeitenden haben heute mehr Kompetenzen und wissen, woran sie am nächsten Tag arbeiten. Das motiviert und macht gelassen.»

Menschen bauen über gute Erfahrungen mit einer Leistung Vertrauen auf. Dies bestätigt die Stiftung Brändi seit Jahrzehnten – der Kunde Hawa steht exemplarisch dafür, sagt Bruno Schmid: «Wir lieferten Qualität und haben das Vervon Hawa gewonnen. In der Folge übertrugen sie uns immer mehr Arbeiten und  Verantwortung.» Neu werden die Etiketten für die Produkte mit dem Hawa-Logo direkt bei der Stiftung Brändi ausgedruckt und aufgeklebt. «Das ist ein grosser Vertrauensbeweis», so Schmid. Zudem erhielt die Stiftung Brändi sämtliche Zeichnungen der Bauteile. Damit lässt sich jederzeit prüfen, ob Einzelteile der Zulieferer sauber produziert sind. «Beispielsweise lieferte ein neuer Hersteller
mangelhafte Komponenten. Unsere Mitarbeitenden bemerkten dies, und wir informierten Hawa umgehend. Das ist gelebte Partnerschaft und schafft gegenseitig Vertrauen.»

Das Auslagern von Arbeiten an die Stiftung Brändi entlastet Hawa auf allen Ebenen. Beispiel: Materialnachschub. Hinter den Arbeitsplätzen steht an der Wand ein Regal mit all jenen Schrauben, die für die Hawa-Montageteile nötig sind. Das sogenannte Kanban-Lager ist mit Waagen ausgerüstet und per Internet mit dem Hersteller verbunden. Wird eine Schraube aus dem Regal genommen, sieht das der Hersteller. Wird ein Artikel knapp, erfolgt automatisch eine Bestellung. Dass den Mitarbeitenden die Schrauben ausgehen? Unmöglich. Und beruhigend. Hawa  profitiert im gesamten Prozess: von der Materialbestellung über den Lieferservice bis zur Lagerung. «Wir erhalten palettenweise Material und liefern Hawa fixfertige Bauteile. Bei uns lagert Material von Hawa auf bis zu 60 Palettenplätzen. Das entlastet die Hawa-Lager», erklärt Bruno Schmid. Hawa schätzt genau diese Offenheit für kundenspezifische Logistiklösungen, wie sie die Stiftung Brändi anbietet.

Im Gegenzug kann die Stiftung Brändi dank Hawa interessante Arbeitsplätze anbieten. Da es sich um kleine Montageteile handelt, eignen sich die Arbeiten auch für Menschen, die körperlich reduziert sind. Zudem ermöglicht der Auftrag eine regelmässige Auslastung. Auch wenn Hawa gerade nichts bestellt hat, kann die  Stiftung Brändi Montageteile auf Vorrat zusammensetzen. Oder wie Schmid sagt:
«Wir dürfen fürs Lager arbeiten. Das ist keine Selbstverständlichkeit und zeugt von grossem Vertrauen. Das schätzen wir sehr.» Zusammen ist man gewachsen. Und dabei zusammengewachsen.

Von Manuel Huber, Bilder: Fotosolar

 

 

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Hawa Sliding Solutions ist ein global tätiger Markt und Technologieführer von Schiebelösungen für Einrichtung, Möbel und Bau, beispielsweise Schiebeläden und Schiebetüren. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeitende und besteht seit über 50 Jahren.