Starttage 2021: Mit Unterstützung zum Ziel

 
 
 

In der Stiftung Brändi starteten dieses Jahr 116 junge Berufsleute ihre Ausbildung. Viele von ihnen haben eine Lernbehinderung, eine kognitive oder psychische Beeinträchtigung. Den Anfang der Ausbildungen oder Umschulungen bilden seit 13 Jahren die Starttage. Der gemeinsame Start ist wichtig. Denn: Die Jugendlichen sollen erkennen, dass sie nicht alleine sind. Am Anlass selber unterstützen rund 30 Berufsbildnerinnen und Berufsbildner das Projektteam, welches die Starttage organisiert. Carlo Piani ist Leiter Berufliche Integration bei der Stiftung Brändi. Er unterstreicht die Wichtigkeit dieses traditionellen Anlasses für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

 
 

Wie kann man sich die Starttage konkret vorstellen?
Das Programm erstreckt sich über eine Woche. Es beinhaltet Workshops zu Themen wie Soziale Medien, Suchtprävention oder den Umgang mit Konflikten und Gewalt. Ebenfalls behandelt werden sicherheitsrelevante Themen wie stiftungsinterne IT-Richtlinien, Brandschutz oder Arbeitssicherheit. Ganz wichtig ist uns die Qualität dieser Workshops. Deshalb engagieren wir je nach Fachgebiet auch externe Referenten. Zum weiteren Programm gehören Teamaktivitäten wie Bogenschiessen im Waldparcours oder ein Detektiv-Trail. Diese Teamdisziplinen stärken das Wir-Gefühl unter den Jugendlichen.

Warum findet ein Teil dieser Tage in Sörenberg statt?
Wir gewähren den Teilnehmenden bewusst eine gewisse Distanz zu ihrem sozialen Umfeld und ihrem Arbeitsplatz. Die neue Umgebung hilft allen, ob Lernende oder Berufsbilderinnen und Berufsbildner, leichter den Zugang zueinander zu finden. Ausserdem erstaunt es uns jedes Jahr, wie viele Lernende zum ersten Mal in ein Berggebiet reisen.

Was hören Sie von Lernenden nach den Starttagen?
Diese Rückmeldungen sind für uns enorm wertvoll. Wir nehmen täglich ihre
Feedbacks entgegen und staunen immer wieder, dass nicht nur die Outdoor Aktivitäten, sondern auch die Workshops sehr geschätzt werden. Im Jahr 2020 konnten die Starttage covidbedingt nicht stattfinden. Diese Lernenden durften auf freiwilliger Basis an den diesjährigen Themenblöcken teilnehmen. Über die Hälfte wollte von diesem Angebot profitieren.

 

 
 

Was beobachten Sie jeweils bei den Jugendlichen im Verlauf der Woche?
Das ist natürlich sehr individuell. Aber es ist jeweils schön zu sehen, wie Ausbildende und Lernende näher zueinander rücken. In diesem Bereich helfen Teamdisziplinen wie Bogenschiessen oder der Waldparcours enorm. Unser Ziel haben wir erreicht, wenn sich die Jugendlichen am Ende der Starttage folgendes bewusst sind: Ich bin nicht alleine. <

Interview: Matthias Moser, Redaktionsleiter Magazin klar

 

Carlo Piani, Leiter Berufliche Integration