50 Jahre «sozial und professionell»

Wir stärken die Selbstbestimmung, Teilhabe und Selbstverantwortung 
von Menschen mit Behinderung.

Medieninformation

 

 

 
 
 

Zuhause im Wohnhaus Stöckli, Horw

 

Alles begann in einem kleinen Pavillon

Auf dem Grundstück des Blindenheims Horw steht ein Pavillon. Darin betreuen zwei Gruppenleiter 12 Menschen mit Behinderung. So hat vor 50 Jahren alles begonnen – am 4. November 1968. Die Gründerstiftung hiess «Arbeitszentrum für Behinderte Luzern» und wurde auf Initiative des Elternvereins Insieme, der Stiftung Rast und des Kantons Luzern gegründet. Damit wurde die Behindertenaufgabe bewusst an privatrechtlich organisierte Institutionen delegiert.

 

frühere Büroräumlichkeiten AWB Rösslimatt



frühere Räumlichkeiten AWB Horw

 
 

Von Horw in den ganzen Kanton Luzern

Der Pavillon war für 40 Arbeitsplätze konzipiert. Eine Abklärung in den Sonderschulen und bei den Hausärzten hatte ein «dringendes Bedürfnis nach Sofortmassnahmen für 15 Knaben und 19 Mädchen» ergeben. Nur ein Jahr später war die Werkstätte bereits überbelegt. Ein Bericht sollte aufzeigen, wie sich der Bedarf entwickeln könnte. 1973 bewilligte der Grosse Rat des Kantons Luzern den Ausbau des Arbeitszentrums mit Wohnheim in Horw auf 180 Arbeits- und Eingliederungsplätze und 80 Wohnplätze. Gleichzeitig gab er grünes Licht für die dezentrale Erschliessung des Kantons mit voraussichtlich 350 Arbeits- und Eingliederungsplätzen für Menschen mit geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderungen und rund 120 Wohnplätzen.

 

Modell Raum Kriens - Horw

Unterricht im AWB Kriens

 

Zur zentralen Institution gewachsen

Heute ist die Stiftung Brändi mit 15 Unternehmen an den neun Standorten Horw, Kriens, Luzern, Littau, Willisau, Sursee, Hochdorf und Baldegg vertreten. Im Auftrag des Kantons und der Invalidenversicherung IV bietet sie Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnplätze für Menschen mit Behinderung an. Die Stiftung Brändi unterstützt die Individualität der Menschen und die regionale Verankerung in ihrem persönlichen Umfeld. Sie fördert die berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Inklusion.

 
 

angepasste Ausbildung oder Umschulung in 14 Berufsfeldern

 

10. grösste Arbeitgeberin im Kanton

Mit rund 1'800 Beschäftigten ist die Stiftung Brändi die 10. grösste Arbeitgeberin im Kanton Luzern. Insgesamt wirken über 600 Fachpersonen in der Begleitung, Anleitung und Betreuung mit. Bei der Stiftung Brändi stehen 1‘100 Arbeitsplätze zur Verfügung. In den produzierenden AWB-Unternehmen sind rund 220 Lernende in Ausbildung und Abklärung. Berufslehren bietet die Stiftung Brändi in 14 Branchen an. Mit Produkten und professionellen Dienstleistungen erzielt die Stiftung Brändi jährlich einen Ertrag von über 30 Millionen Franken. Der Eigenfinanzierungsgrad beträgt über 52 Prozent. Das Wohnangebot umfasst 340 Wohnplätze in 7 unterschiedlichen Wohnformen, vom Wohnhaus bis zur betreuten WG im Quartier.

 



1'100 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

 
 

Meilensteine seit 1968 

1968 Gründung als Stiftung «Arbeitszentrum für Behinderte Luzern», Handelsregistereintrag 20.2.1968. Eröffnung der Produktion in Horw

1976 Eröffnung des ersten Wohnhauses in Horw

1978 Eröffnung Stiftung Brändi, AWB Sursee, Münsterstrasse 20

1979 Start Produktion Stiftung Brändi AWB Hochdorf, in den Räumen der Bachmann Kunststoff AG

1980 Eröffnung Wohnhaus Sursee

1981 Bezug des eigenen Gebäudes der Produktion Stiftung Brändi, AWB Hochdorf

1982 Start von Wohngemeinschaften in Quartieren

1985 Eröffnung der Produktion Stiftung Brändi AWB Neubrugg bei Sursee

1990 Eröffnung der Produktion Stiftung Brändi AWB Willisau im ehemaligen Gebäude der Firma Ritex

1991 Eröffnung Wohnhaus Hochdorf

1992 Eröffnung des Kaufmännischen Service Centers, Stiftung Brändi AWB Rösslimatt im Suva Gebäude Rösslimatt Luzern

1992 Eröffnung des Wohnhauses Bleuen in Willisau

1994 Eröffnung der Produktion Stiftung Brändi AWB Littau

1996 Eröffnung der Produktion Stiftung Brändi AWB Kriens, des Ausbildungswohnhaus Kriens sowie des Wohnhauses Stöckli in Horw

2001 Eröffnung Kartenatelier in Willisau, heute Brändi Shop Willisau

2002 Start Angebot Triva als Kooperationsangebot mit der Stiftung SSBL

2003 Pacht der Dorfgärtnerei Kriens und Pacht der Klostergärtnerei Baldegg

2004 Direktor Pirmin Willi übernimmt die Leitung der Stiftung Brändi als Nachfolger von Niklaus von Deschwanden, der die Stiftung Brändi 37 Jahre lang geführt hatte. 

2005 Lancierung des online Brändi Shop

2006 Eröffnung des Hofladens und Start der 100%-Bio-Produktion in der Klostergärtnerei

2007 Inbetriebnahme der umgebauten Produktion in Sursee. Anerkennungspreis der Zentralschweizer Industrie- und Handelskammer IHZ für den Personalverleih

2008 Otto Wyss wird Stiftungsratspräsident, er übernimmt die Aufgabe von Guido Bodmer (1977-2008); Bezug des umgebauten Wohnhauses in Sursee; erste Teilnahme am Luzerner Stadtlauf

2011 Neueröffnung des «umgebauten» Restaurants Rubinette in Horw

2012 Lancierung des Projekts «Integra» als Shop-in-Shop Produktion bei der Firma Schindler in Ebikon, mit 15 Mitarbeitenden

2013 Übernahme der Leitung des Restaurants Bison im Businesspark Sursee

2014 Eröffnung des Fachgeschäftes Brändi Shop in Luzern

2018 Die  Stiftung Brändi feiert das 50Jahr Jubiläum mit diversen Aktivitäten

 

Brändi Dog das Spiel
Das Brettspiel Toc hat seine Wurzeln in Kanada. Unser Brändi Dog ist so konzipiert, dass es zusammen mit Menschen mit Behinderung produziert werden kann.

Brändi Dog ist seit 2004 im Verkauf und das erfolgreichste Brändi Produkt. Übrigens: Das Brettspiel Dog hat seinen Namen nicht vom englischen Wort «dog», übersetzt Hund, sondern von «auf den Tisch klopfen» – dog, dog!

Eines der grössten Turniere führen wir in Sursee durch. Es sind jeweils 64 Zweierteams angemeldet, oft sind auch Teams aus Deutschland dabei. Nächstes Turnier 24. März 2018.