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Hintergrundinformationen für Medien

 
 

1. Die Stiftung Brändi im Sozialmarkt des Kantons Luzern

Im Kanton Luzern engagieren sich verschiedene Institutionen für die Integration von Menschen mit Behinderungen. Jede Institution hat ihre Leistungen auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet. Die Stiftung Brändi bietet Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnplätze für Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, für Menschen mit Lernbehinderungen und für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Mit über 1'400 Mitarbeitenden ist die Stiftung Brändi einer der grössten Arbeitgeber im Kanton. Sie führt insgesamt 16 eigene Unternehmen an den Standorten Horw, Kriens, Littau, Luzern, Sursee, Hochdorf, Baldegg und Willisau.

 

2. Drei Ziele konsequent verfolgt

  • Lebensqualität: Für Menschen mit Behinderungen Arbeit, Ausbildung und Wohnmöglichkeiten anbieten.
  • Regionalität: "Wir gehen zu den Leuten", das bedeutet kurze Arbeitswege für Menschen mit Behinderungen, die soziale Verankerung im bekannten Umfeld bleibt bestehen.
  • Individualität: Ein möglichst selbstbestimmtes Leben, Betreuung nur wo notwendig.

 

3. Die Finanzierung basiert auf drei Pfeilern

Die Finanzierung der Stiftung Brändi steht auf drei Pfeilern: Eigenleistungen, Ausbildungsbeiträge der Invalidenversicherung (IV) und Beitrag von Kanton und Gemeinden. Die erfolgreiche Eigenfinanzierung der Stiftung Brändi macht mit 40 Prozent einen substanziellen Teil der Erträge aus. Weitere wichtige Beiträge übernehmen der Kanton und die Gemeinden auf der Basis von Leistungsaufträgen, die dem neuen Gesetz über die Sozialen Einrichtungen (SEG) entsprechen und die IV mit der Entschädigung für die Ausbildungsleistungen.

 

4. Trend; Nachfrage nach geschützten Arbeitsplätzen und Ausbildungsplätzen

Die Nachfrage nach geschützten Arbeits- und Ausbildungsplätzen steigt. Von den Sonderschulen kommen Personen in die Stiftung Brändi, die in der freien Wirtschaft noch keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden. Aus der Wirtschaft scheiden schwächere Personen aus. Einige von ihnen beanspruchen früher oder später unsere Angebote an geschützten Arbeitsplätzen und die Wohn- und Freizeitangebote.

 

5. Trend; bei der Beschaffung von Aufträgen aus Industrie und Gewerbe

Die Herausforderung der 10 AWB Unternehmen der Stiftung Brändi (Arbeit, Ausbildung, Weiterbildung, Begleitung) besteht darin, genügend Aufträge zu beschaffen, damit die Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen erhalten bleiben. Die Stiftung Brändi erfüllt die technologischen Anforderungen ihrer Auftraggeber und pflegt langjährige Partnerschften mit Firmen, die weltweit tätig sind. Sie hält Schritt mit den technologischen Entwicklungen.

 

6. Trend; bei den Wohn- und Freizeitangeboten

Wir fördern die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung von Menschen mit Behinderungen im Wohn- und Freizeitbereich. Möglichst selbstständig leben ist das Ziel. Die Lebenserwartung von behinderten Menschen steigt, die Bezugspersonen (Eltern und Bekannte) sind in die Jahre gekommen, viele suchen Entlastung. Individuelle Wohnmöglichkeiten sind immer mehr gefragt. Nach 40 Jahren sind einige behinderte Menschen pensioniert. Es sind vermehrt Alterswohnplätze und Tagesstrukturen für ältere Menschen mit Behinderungen notwendig.

 

 
 
 

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